Was hat es mit dem Nitrat auf sich?

Man liest viel über dieses „Nitrat“ und das es unser Trinkwasser belastet. Doch woher kommt es und vor allem: was ist so sehr daran schädlich?

In vielen Städten und Gemeinden in Deutschland wird in letzter Zeit über dieses Thema diskutiert: Nitrat im Trinkwasser. Einige Bezirke mussten sogar Ihren Anwohnern raten, das Trinkwasser abzukochen, da es zu sehr belastet ist. Schuld sei bei zu hohen Belastungen oft die Landwirtschaft. Das Düngen mit Gülle ist immer noch eine weit verbreitete und effektive Methode. Das darin enthaltene Nitrat sickert in das Grundwasser und wird dann in den Kläranlagen durch mehrere chemische Verfahren herausgefiltert. Eine Restmenge, die innerhalb der Toleranz der gesetzlichen Vorgaben liegt, bleibt jedoch in unserem Trinkwasser zurück. Die gute Nachricht: Nitrat ist nicht grundsätzlich gesundheitsschädlich. Es kann aber bereits im Lebensmittel oder während der Verdauung durch die Einwirkung von Bakterien in Nitrit umgewandelt werden – dem eigentlich gesundheitlich problematischen Stoff. Bei Säuglingen ist es höchst lebensgefährlich, da es die sog. Blausucht hervorruft. Für den erwachsenen Menschen kann Nitrit gefährlich werden, weil es im Körper mit Aminen zu sogenannten Nitrosaminen reagieren kann. Diese haben sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen.
Eine Abhilfe der zu hohen Belastung soll ein Abkommen mit den Landwirten sein, die weniger Dünger einsetzen sollten. Einen Bericht dazu finden Sie hier auf www.tagessau.de.

 
 
 

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