„Umkehrosmoseanlagen sind Keimschleudern“


Die Verkeimungs-Problematik beim Betrieb von Umkehrosmose-Anlagen wird meist völlig unterschätzt. Dabei ist dies ein wichtiger Kernpunkt einer Filtration, keimfreies (also frei von krankmachenden Keimen, bzw. Keimen mit Resistenzgenen) Trinkwasser zu erhalten.

Herkömmliche Umkehrosmose-Anlagen haben drei Schwachstellen, von denen eine Verkeimung ausgehen kann (Leitungswasseranschluss, Abwasseranschluss und retrograd vom Entnahmehahn).

Werden Umkehrosmose-Anlagen mit nicht vorher desinfiziertem/konserviertem (z.B. gechlortem) Wasser betrieben, kann es zur Verkeimung u.a. der Membrane, zum Durchbruch der Bakterien und zur Bildung eines Biofilms in Schläuchen und im Tank kommen.

Zu bedenken ist hierbei, dass RO-Membranen (Reverse Osmosis-/ Umkehrosmose-Membranen), je nach Ausgangswasser 3 – 8 Jahre im Einsatz sind!

Gemäß aktueller Trinkwasserverordnung dürfen keine pathogene, also gesundheitsschädliche Bakterien im Trinkwasser enthalten sein. Das dies nicht kontinuierlich erreicht wird, zeigen die vielen Berichte in den Medien in Hinsicht auf E.coli, EHEC und Virusinfektionen im Trinkwasser. Die Wasserwerke prüfen zwar routinemäßig auf einige Bakterienarten, das Hauptrisiko stellen jedoch die Rohrleitungssysteme dar.

Durch produktionsbedingte „Fehlstellen“ und Haarrisse, die beim Wickeln und Kleben der RO-Membrane entstehen können, gelangen nicht nur Substanzen, die üblicherweise durch die RO-Membrane vom Wasser getrennt werden, sondern auch Mikroorganismen, wenn auch in geringer Konzentration in das „Reinwasser“.

Die Hersteller der RO-Membranen geben aus diesem Grund einen Rückhalt (Bezug Bakterien) von z.B. >99%, also 2log 10 Stufen an. Dies gilt keineswegs als mikrobiologisch sicher! Selbst der bekannteste Hersteller der Membranen (Dow Chemical/Filmtec) schreibt auf dem Verpackungslabel „Der Einsatz der Membrane garantiert nicht die Entfernung von Zysten und Erregern aus dem Wasser“.

Fazit: Somit gelten alle herkömmlichen Umkehrosmoseanlagen potentiell als Risikofaktor in Bezug auf eine einwandfreie Hygiene des produzierten Trinkwassers.

Bei der belaAQUA Technologie wird deshalb mind. 1 zusätzliches Sicherheitsmerkmal integriert. Die belaAQUA Evolution hat bereits vor der RO-Membrane eine zusätzliche Keimsperre >log6 integriert, wodurch eine mikrobiologische Sicherheit von mehr als 99,9999% erreicht wird. Dadurch bleibt die Hauptmembrane keimfrei und kann auch über mehrere Jahre sicher produzieren. Zusätzlich werden membranbeschädigende Mikropartikel größer als 0,1 µm sicher zurückgehalten. Die feinen Poren der RO-Membrane werden somit dauerhaft geschützt.

Somit wird die Gefahr einer möglichen Verkeimung der RO-Membrane weitgehend verhindert, bzw. praktisch ausgeschlossen, ebenso wie die Bildung eines Biofilms in Schläuchen und im Tank.

Ein weiteres unterschätztes Risiko stellt die mögliche retrograde Verkeimung (Rückverkeimung vom Entnahmehahn) dar. Nicht selten werden in der Küche die Hauptbakterienbrutquellen (Küchenlappen) genutzt, um auch die Wasserhähne „sauber“ zu wischen. Dabei können auch krankmachende Erreger (z.B. E.colis, Salmonellen, etc.) retrograd vom Entnahmehahn her in gewöhnliche Filtersysteme (Umkehrosmoseanlagen, Aktivkohlefilter, etc.) gelangen und sich dort ausbreiten. Selbst eine Desinfektion einmal im Jahr (wie von einigen Anbietern angeboten) bietet nur wenige Tage Schutz und löst das Problem nicht wirklich.

Bei der belaAQUA Technologie (Ausbaustufe minerale) wird das System durch eine zusätzliche Hohlfasermembrane (Keimsperre) >log6 mikrobiologisch abgesichert.

Solche Hohlfasermembranen (0,1 bis 0,2 µm) sind in Point-of-Use Anwendungen (also möglichst dicht an der Entnahmestelle) gemäß dem Stand der Technik etabliert und werden z.B. in sensiblen Bereichen in Krankenhäusern oftmals eingesetzt.

Den 3. Risikofaktor bieten Osmoseanlagen über den Anschluss an die Abwasserleitung (Siphon). Es könnten ohne Rückschlagventil Keime aus dem Abwassersystem in die RO-Membrane und sogar in die Vorfilter bzw. ins Trinkwassernetz gelangen. Dies wäre laut DIN1717 der Trinkwasserverordnung unzulässig und stellt sogar eine mögliche Straftat dar.

Bei der belaAQUA Technologie wird dieses Risiko durch ein zusätzliches KTW zugelassenen Rückschlagventil bzw. durch die eingangsseitige Keimsperre vermieden. Als Verbraucher/Betreiber solcher Anlagen sind Sie somit bei der belaAQUA Technologie immer auf der sicheren Seite.

In Verbindung mit den Quickfiltern der belaAQUA Evolution erreichen Sie somit ein Höchstmaß an mikrobiologischer Sicherheit beim Betrieb einer Trinkwasseraufbereitungsanlage.


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