„Umkehrosmosewasser ist sauer / hat einen zu niedrigen pH-Wert“

Gemäß aktueller Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001 und neue TrinkwV 2015 – muss der pH-Wert des Trinkwassers zwischen 6,5 und 9,5 liegen. Dies dient in erster Hinsicht dem Schutz der Rohrleitungen, da ein zu niedriger pH-Wert die Rohrleitungen angreifen könnte.

Beim Mineralwasser ist der pH-Wert hingegen gar nicht geregelt. Dieser liegt bei kohlensäurehaltigen Mineralwässern zum Teil nur bei 4,8 bis 6,2. Selbst bekannte Marken mit viel Calcium haben oft einen pH-Wert deutlich unter 7 und werden trotzdem gekauft!

Siehe Bericht: Stiftung Warentest und achten Sie auf die gelb markierten pH-Werte!

Stiftung Warentest: pH-Wert Mineralwässer
(Stiftung Warentest – August 2008)

Doch was sagt der pH-Wert überhaupt aus?
Das Missverständnis besteht wohl darin, dass Säure-bildende Nahrungsmittel oft mit solchen verwechselt werden, die einen pH-Wert unter 7 aufweisen. Man kann seinen Säure-Basen-Haushalt nicht damit regulieren, indem man im Falle einer körperlichen Übersäuerung (die es klinisch gesehen tatsächlich gibt) basische Getränke zu sich nimmt. So einfach ist das nun wirklich nicht.

Gesundes Wasser (Quellwasser) hat optimalerweise einen pH-Wert zwischen 6,6 und 6,8 – ist also schwach sauer. Dennoch trägt es mit zur Entsäuerung bei, wenn die zweite Komponente, nämlich ein rH-Wert von unter 26 (besser 22) erfüllt ist. Der pH-Wert bezeichnet den relativen Anteil an negativ geladenen Wasserstoff-Ionen und definiert das Redoxpotential. Aus beiden Werten ergibt sich ein elektrischer Leitwert, der das Puffersystem entsprechend beeinflusst.

Wer Säure-bildende Nahrung im Magen hat (tierische Proteine z.B. rufen vermehrt Magensäure auf den Plan; die eigentliche Verdauung findet jedoch nicht im Magen statt, wie wir alle wissen) tut sich nichts Gutes, wenn er in diesem Augenblick basische Getränke zu sich nimmt. Das ist purer Frevel und hat nicht das Geringste mit Säure-Basen-Ausgleich zu tun. Ein solches Gleichgewicht kann nur erlangt werden, wenn man ausreichend Basen-bildende Nahrung zu sich nimmt.

Wie kann der pH-Wert ermittelt werden?
Fälschlicherweise vermuten viele, dass die Mineralisierung mit dem pH-Wert etwas zu tun hat und versuchen dies mit Teststreifen zu messen – Vorsicht! Diese Teststreifen sind nur zur Urin pH-Wert Bestimmung geeignet! Der korrekte pH-Wert kann nur mit einem kalibriertem (geeichten) digitalen Messgerät, welches auch für Reinstwasser geeignet ist, gemessen werden!

Achtung häufige Messfehler:
So werden z.T. Mineralwässer mit Teststreifen im pH-Wert um 7 – 8 angezeigt, obwohl dieser korrekt gemessen unter 6 liegt. Andererseits wird reines Wasser oder Quellwasser mit Teststreifen im pH-Wert um 5 angezeigt, obwohl dieser tatsächlich bei 6,5 bis 8 liegt.

Grundsätzlich teilt der pH-Wert nach einem Wasserfilter immer das Schicksal des Eingangswertes. Je höher der Eingangswert, desto höher der Ausgangswert und umgekehrt. Herkömmliche Umkehrosmose-Anlagen erzeugen leider meist einen pH-Wert von nur 5 – 6.
Nur hochwertige Systeme mit Remineralisierung und Redoxpotential-Optimierung wie z.B. bei der bela•aqua® Evolution erreichen einen für den Organismus optimalen Wert.

Dieser sollte um 7 bzw. leicht darunter liegen, um eine möglichst neutrale Wirkung auf den Organismus zu haben. Den Rest macht unser Organismus/Stoffwechsel selbst, wenn er die optimalen Grundlagen (basenbildende Nahrung und reines Trinkwasser) bekommt.

pH-Werte im Körper:

pH-Wert im Blut zwischen 7,35 und 7,45

pH-Wert im Magen zwischen 1 und 4

pH-Wert im Darm zwischen 5 und 8,3

pH-Wert im Urin zwischen 4,8 und 7,6

pH-Wert auf der Haut zwischen 5,5


In unserem Video „Der ph-Wert in unserem Trinkwasser“ haben wir die Informationen und Fakten nochmals in einer Versuchsreihe für Sie zusammengefasst:



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