Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Sie auf ökologische, effektive und einfache Art und Weise für die Qualität Ihres Trinkwassers selbst sorgen können.

Wir sprechen hier nicht von Ihrem Brauchwasser, wie z.B. für Duschen, Toilette, Geschirr- und Waschmaschine usw. wofür pro Kopf und Tag ca. 127 Liter verbraucht werden. Wir sprechen von Ihrem täglichen Trink- und Kochwasser, welches nur 4 % vom Gesamtwasserverbrauch ausmacht. Leitungswasser zur Weiterverarbeitung zu reinstem Quellwasser bietet die besten Voraussetzungen dafür, da dieses Wasser bereits den Grenzwerten entspricht und lediglich nur noch so aufbereitet werden muss, dass es Ihren Vorstellungen von reinem Trink- und Kochwasser entspricht – sprich ohne grenzwerthaltige Fremd- und Schadstoffe ist.


Kannenfilter

Kannenfilter
Länger bekannt sind bereits auf Ionentauschern basierende, sog. offene Filtersysteme, die ähnlich einem Getränkekrug mit Leitungswasser gefüllt werden und gefiltertes Wasser beim Ausgießen abgeben. Die Filterleistung der Kannenfilter ist aufgrund ihres Aufbaus allerdings sehr eingeschränkt – so veröffentlichen die großen Hersteller auch keine genauen Zahlen zur Reduzierung einzelner Schadstoffe aus dem Trinkwasser.

Kannenfiltersysteme bergen zudem die Gefahr der Verkeimung in nicht rechtzeitig gewechselten Filterkartuschen oder unsauberen Kannen. Auch zum Produzieren größerer Mengen sind sie wenig geeignet, ihre Stärke liegt in der Herstellung von Kaffee- oder Teewasser (optische und geschmackliche Verbesserung).

Mikrobiologisch können solche Filter ohne zusätzliche Keimsperren bereits nach wenigen Tagen ein Risiko darstellen. Fremdstoffe wie Nitrat, Nanopartikel sowie Schwermetalle wie z.B. Blei, Kupfer, Cadmium, Nickel, Quecksilber und Uran können nicht zurückgehalten werden. Kalk wird nur zum Teil entfernt. Viren und Bakterien können nicht entfernt werden. Wenn die regelmäßigen Wechselintervalle der Filterpatronen (z.T. alle 14 Tage) nicht eingehalten werden, kann es zu einer extremen Verschlechterung der Trinkwasserqualität führen.


Ionentauscher/Enthärtungsanlagen

IonentauscherWie der Name sagt, sind Ionenaustauscher in der Lage, bestimmte Anionen bzw. Kationen im Wasser durch andere Ionen zu ersetzen. Je nach Ionenaustauschertyp können z.B. die Härtebildner Calcium- und/oder Magnesium-Ionen gegen andere Kationen ausgetauscht werden. Ungeladene organische und anorganische Substanzen passieren den Ionenaustauscher ungehindert. Die Rückhaltung suspendierter Partikel ist ein eher unerwünschter Nebeneffekt, der das Ionenaustauscherharz verunreinigt. Ionenaustauscher werden in der Regel mit Natronlauge bzw. Salzsäure oder „Salzlaugen“ (im Geschirrspüler ist dies Natriumchlorid) regeneriert, d.h. die aufgenommenen Ionen aus dem Wasser werden wieder durch Hydroxid- bzw. Hydroniumionen bzw. Natrium-Ionen ersetzt. Das Wasser wird dadurch zusätzlich mit Natrium (Salz) angereichert und kann aggressiv wirken.

Mikrobiologisch können solche Systeme ohne zusätzliche Keimsperren in der Trinkwasseraufbereitung ein Risiko 
darstellen. Fremdstoffe wie Nitrat, Nanopartikel sowie Schwermetalle wie z.B. Blei, Kupfer, Cadmium, Nickel, Quecksilber und Uran können nicht zurückgehalten werden. Viren und Bakterien können nicht entfernt werden.
Die Anlagen müssen regelmäßig regeneriert, gewartet und desinfiziert werden (hohe Folgekosten).


Basisches Aktivwasser

BasischesAktivwasserBasisches Aktivwasser ist ein elektrophysikalisches Verfahren, um die Mineralien im Leitungswasser aufzukonzentrieren und den pH-Wert nach oben (7 – 14) zu verschieben. Es kommt so in der Natur nicht selbstverständlich vor. Ionisiertes Wasser, auch antioxidatives, basisches oder Aktiv-Wasser genannt, ist seit den achtziger Jahren in Japan sowie Korea bekannt und wird dort ganz selbstverständlich für Therapiezwecke genutzt. Wegen seines hohen pH-Wertes hat ionisiertes Wasser inzwischen über diese Länder hinaus in Australien, den USA und auch in Europa Anerkennung gefunden. Die Anhebung des pH-Wertes bedeutet, dass das Wasser aus dem neutralen oder sauren Bereich in den alkalischen bzw. basischen Bereich gebracht wird, ohne Zusätze, auf rein elektrolytischem Weg. Der Ionisator wird entweder am Wasserhahn angeschlossen (die Installation dauert nur wenige Minuten) oder mit einem Druck-Schlauch an das Eckventil. Das Wasser durchläuft zuerst einen mehrschichtigen Aktivkohle-Keramikfilter. Danach gelangt das gereinigte Wasser 
in die Ionosierungs-Kammer, dort wird die Elektrolyse durchgeführt, d.h. das Wasser wird ionisiert und dabei in je einen alkalischen (ionisiertes Wasser) und sauren Anteil (oxidiertes Wasser) getrennt. Mit dem sich am Wasseranschlussventil befindenden Wählhebel kann zwischen normalem Leitungswasser und ionisiertem Wasser gewählt werden, so ist der Wasserhahn wie gewohnt zu benutzen.

Fremdstoffe wie Nitrat, Kalk, Schwermetalle wie z.B. Blei, Kupfer, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Uran und Nanopartikel können nicht sicher zurückgehalten werden (siehe Aktivkohlefilter). Eine positive Wirkungsweise ist sehr umstritten und aufgrund der Schadstoffkonzentration fraglich.


Destilliergerät

DestilliererDie Dampfdestillation ist in gewisser Weise eine Nachbildung der in der Natur stattfindenden Destillation. Bei einem Destillationsgerät wird der natürliche Vorgang auf kleinstem Raum nachvollzogen. Leitungswasser wird in den Gerätetank gefüllt, eine Heizplatte erhitzt das Wasser und Dampf steigt auf. Der Wasserdampf gelangt in die Kondensierspirale und schädliche Partikel bleiben im Tank. Durch Wärmeaustausch wird das Wasser wieder herunter gekühlt. Zuletzt wird das destillierte Wasser durch einen Aktivkohlefilter aus Kokosnuss-Schale geleitet.

Das Ergebnis:
99,9% reines Trinkwasser, Mineralien und Schadstoffe werden komplett entfernt. Durch die Verdampfung von 100°C werden sämtliche Wasserstoffbrücken gespalten und Schwingungen im Wasser zerstört.
Der pH-Wert liegt bei 4 (sehr niedrig/sauer). Die Herstellung von 1 Liter kostet ca. 0,35 Cent, abgesehen von der Zeit. Daher verliert die Destillation immer mehr an Bedeutung, zugunsten der Umkehrosmose, die optimale Wasserwerte liefert und günstiger ist.


Aktivkohlefilter

AktivKohleFilterAktivkohlefilter werden in der Trinkwasseraufbereitung in der Regel zur adsorptiven Rückhaltung von Geruchs- und Geschmacksstoffen, sowie von schädlichen organischen Substanzen wie Halogenkohlenwasserstoffen (Fluor, Chlor, Brom, Iod) und Pestiziden verwendet. Durch Adsorption aufgenommene Substanzen reichern sich in der Aktivkohle an.
Je nach Aktivkohlentyp und der Art der adsorbierten Substanzen sind Anreicherungen von 10 bis etwa 20 Gewichtsprozent möglich, bevor es zu einem Durchbruch kommt. Die meist eingesetzten Filter sind GAC Filter (Aktivkohlegranulat). Diese „bluten“ meist aus und geben gelöste Partikel an das Wasser mit ab. Die hochwertigeren Aktivkohlefilter sind die CTO Filter (Aktivkohleblockfilter). Diese haben aufgrund der Porengröße eine bessere Rückhalterate. Es besteht jedoch die Gefahr des Chromatographie-Effekts, wenn die Filter zu lange im Einsatz sind. Es können sich dann bereits gebundene Stoffe wieder herauslösen.

Fremdstoffe wie Nitrat, Kalk, Nanopartikel können nicht zurückgehalten werden. Schwermetalle wie z.B. Blei, Kupfer, Cadmium, Nickel, Quecksilber und Uran nur anfänglich bzw. teilweise. Viren und Bakterien können nicht entfernt werden. Mikrobiologisch können solche Filter ohne zusätzliche Keimsperren bereits nach wenigen Wochen/Monaten ein Risiko darstellen.


Ultrafiltration

UltrafiltrationDie Ultrafiltration ist ein physikalisches Verfahren zur sicheren Rückhaltung von Viren und Bakterien in Flüssigkeiten. Es ist das sicherste Reinigungsverfahren für die Mikrobiologie und wird derzeit nur bei 2 % der Wasserwerke erfolgreich eingesetzt.
Man unterscheidet Mikrofiltration, Ultrafiltration und Nanofiltration über den Grad der Abtrennung. Werden Partikel mit der Größe 0,5 – 0,1 µm abgetrennt, spricht man von Mikrofiltration, sind die Partikel 0,1 – 0,01 µm groß, bezeichnet man es als Ultrafiltration. Bei Nanofiltern hingegen sind die abgetrennten Partikel 0,01 bis 0,001 µm (10 bis 1 nm) groß. In der Membrantechnik werden Hohlfasern (auch Kapillarmembran oder Hohlfäden genannt) mit teildurchlässigen Strukturen hergestellt, so dass die Wände der Faser als Membran wirken. Zum Aufbau von Filtermodulen werden Hohlfasern mit einer Länge zwischen 25 und über 100 cm zu Modulen von bis zu vielen Quadratmetern Filterfläche zusammengefasst, und an beiden Enden gegen hydraulischen Kurzschluss vergossen (gepottet). Die Ultrafiltration bietet mikrobiologische Sicherheit bis zu log6 (99,9999%). Dieses Verfahren hält sicher Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen zurück. Meist werden diese Systeme im Privathaushalt in Verbindung mit Sedimentfiltern (Makrofiltration) und Aktivkohlefiltern (GAC) als Ultrafiltrationsanlagen angeboten.

Fremdstoffe wie Nitrat, Kalk und Nanopartikel werden bei der Ultrafiltration nicht zurückgehalten. Schwermetalle wie z.B. Blei, Kupfer, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Nanopartikel, radioaktive Stoffe und Uran können nicht dauerhaft sicher entfernt werden (siehe Aktivkohlefilter). Die Anlagen müssen regelmäßig gewartet und desinfiziert werden.


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